Kurhaus, Trinkhalle, Friedrichsbad, Caracalla-Therme – in Baden-Baden zentrale Gebäude des Welterbes und Liegenschaften des Landes und Hauptrolle in den intensiven Gesprächen mit Staatssekretärin Gisela Splett . Foto: J. Bongartz

Unser Welterbe verpflichtet – Staatssekretärin Splett besucht Baden-Baden 

 

Aktuelle Herausforderungen und Zukunftsfragen standen im Mittelpunkt des Besuchs der Finanzstaatssekretärin Dr. Gisela Splett in Baden-Baden. Auf Initiative von Landtagsabgeordneten Tobias Wald (CDU), lud Staatsekretärin Gisela Splett zur Besichtigung bedeutender Landesimmobilien in der Kurstadt, die nicht zuletzt durch die UNESCO-Welterbenominierung wieder verstärkt in den Fokus gerückt sind, ein. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Peter Behrens (GRÜNE) ging es dann ins Vor-Ort Gespräch. 

Bei einem Rundgang durch das Baden-Badener Kurhaus verdeutlichte BKV-Geschäftsführer Steffen Ratzel, dass das Haus als Kulturhaus gut dasteht und fit für die Zukunft ist. Die Unterhaltungsmaßnahmen werden den aktuellen Ansprüchen gerecht, so dass man auf ein Wiederbeleben mit großen Veranstaltungen setzt. Wichtig dabei ist eine gut funktionierende Gastronomie, die ein Alleinstellungsmerkmal besitzt. Daher wird die BKV als Betreiber des Kurhaus-Restaurants im ersten Quartal des kommenden Jahres die Räumlichkeiten einem umfassenden Umbau und somit einer Neugestaltung unterziehen. Laut Ratzel sind dafür etwa fünf Monate eingeplant, in denen das Restaurant ansprechend gestaltet und somit die Aufenthaltsqualität maßgeblich erhöht werden soll.

Auch die Modernisierung des Restaurant „Kulisse“ wurde angesprochen. Foto: J. Bongartz

Für die Zukunft der Trinkhalle hat Ratzel im Moment eine Nutzung durch hiesige Winzer über den Förderverein Tourismus, Kultur und Kunst im Rebland im Blick. Diese sollen sich möglichst bald in der Trinkhalle präsentieren können. Mittel- bis langfristig steht die Welterbenominierung im Mittelpunkt, so dass die BKV gemeinsam mit der Stadt Baden-Baden die Einrichtung eines Besucherzentrums anpeilt, die Gespräche hierzu laufen. 

Großer Sanierungsbedarf in den Thermen

Wichtiges Merkmal der UNESCO-Bewerbung „Great Spa Towns of Europe“ sind die traditionellen Badekulturen, welche Chance und Herausforderung zugleich sind. Dies verdeutlichte während der Besichtigung des Friedrichsbades und der Caracalla-Therme der Geschäftsführer der CARASANA-Bäderbetriebe Jürgen Kannewischer. 

Dabei zeigte sich ein großer Sanierungsbedarf im Friedrichsbad und in der Caracalla-Therme. Zum einen geht es um den Fortbestand der Bäder und der Badekultur, zum anderen um die Attraktivität der Bäder. Dass hier Handlungsbedarf besteht, unterstrichen Staatssekretärin Dr. Splett und die beiden Landtagsabgeordneten Hans-Peter Behrens (Grüne) und Tobias Wald (CDU). 

„Staatsbäder sind Teil unseres kulturellen Erbes. Wir wissen um ihre Bedeutung und werden diese Schätze erhalten und schützen“, so Staatssekretärin Dr. Gisela Splett. 

„Herauskommen muss ein Sanierungs- und Finanzierungsplan für die kommenden Jahre.“

Hans-Peter Behrens

Hans-Peter Behrens signalisierte bei dieser Frage die Unterstützung seitens der Grünen-Landtagsfraktion und betonte: „Für uns alle ist klar, dass die dringende Notwendigkeit besteht, von einer Sanierung der kleinen Schritte zu einem zügig umsetzbaren Gesamtkonzept zu kommen. Für diese dringenden Sanierungsmaßnahmen brauchen wir die Erstellung einer Konzeption sowie mehr Finanzmittel. Herauskommen muss ein Sanierungs- und Finanzierungsfahrplan für die kommenden Jahre.“ 

Dem pflichtete Tobias Wald bei: „Wir müssen nun schnell handeln und den bereits vorliegenden Masterplan als Grundlage für die weitere Umsetzung nutzen.

Gemeinsam mit der Stadt müssen wir dieses Vorhaben angehen. Als finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion werde ich mich in der Haushaltskommission für weitere Mittel einsetzen. Hans-Peter Behrens und ich arbeiten gemeinsam mit unseren Fraktionen zusammen, um hier Verlässlichkeit zu erzielen.“ 

„Für uns ist klar, die beiden Thermalbäder sind wirtschaftlich nur gemeinsam zu betreiben. Als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist das Friedrichsbad eine Perle der historischen europäischen Bäderkultur und muss unbedingt erhalten bleiben und die Caracalla-Therme muss für die Stadt verträglich weiterentwickelt werden“, so Behrens und Wald abschließend. 

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